Autor: Magdalena

Sommerpause

Vor ein paar Tagen haben in Tirol die Sommerferien begonnen. Obwohl es auf dieser Seite schon in den letzten zwei Monaten schon eher still und ruhig geworden ist, geht die Seite bis Anfang September trotzdem noch in die Sommerpause. Ab 1. September wird es wieder etwas aktiver hier werden. Schau dann doch wieder mal vorbei und lass dich überraschen! 🙂

Liebe*r Besucher*in, erhol dich gut im Sommer und tanke Kraft! Das ist essentiell für erfülltes Leben, oder? 😉

Bis bald!

Projekt Emmausweg

Emmausjünger

In den vergangenen Wochen habe ich an einem neuen Projekt gearbeitet: einem Stationenweg, der dazu einlädt, sich in fünf Etappen mit der Emmaus-Geschichte aus der Bibel zu beschäftigen.

Die Inhalte des Wegs werden online bereit gestellt und mit einem Smartphone abgerufen. Vor Ort bestehen die Stationen nur aus einem QR-Code bzw. einer Linkangabe. Dadurch ist eine Route sehr leicht einzurichten.

Die Materialien stehen für alle, die sich dafür interessieren, mit dem Emmausweg zu arbeiten, zur freien Verfügung auf meiner Website. Wer sich dafür interessiert, den Weg zu gehen oder ihn „live“ anzuschauen, findet zudem bereits zwei aktive registrierte Routen, wo die Stationen angeboten werden. Für weitere Infos zum Projekt bitte auf den folgenden Link klicken:

Was ist Ostern für dich?

Ostern ist das wichtigste Fest im Christentum. Zu diesem Fest denken Gläubige der ganzen Welt an das „Mysterium“ (Geheimnis) der letzten Tage und der Auferstehung von Jesus von Nazareth. Ohne diese Ereignisse wäre das Christentum nicht entstanden. Sie beinhalten wesentliche Inhalte des christlichen Glaubens.

Die besonderen Feierlichkeiten sind aber nicht nur ein leeres Erinnern an etwas, das vielleicht einmal war. In den Tagen der Karwoche und des Osterfests kommt vieles vor, das es in ähnlicher Weise auch in unserem Leben gibt. Ich möchte gerne ein paar Aspekte daraus skizzieren:

Palmsonntag: Jesus zieht in Jerusalem ein. Es ist Feierstimmung. Die Menschen jubeln und sind hoffnungsvoll. – Auch in unserem Leben gibt es solche Tage, wo wir ausgelassen feiern und hoffnungsvoll sind.

Gründonnerstag Abend: Jesus isst gemeinsam mit seinen Jüngern zu Abend. Es ist ein spirituell-gemeinschaftliches Ereignis. Schönheiten und Schwierigkeiten des Miteinanders sind präsent: Auf der einen Seite erleben die Jünger eine gute gemeinsame Zeit, gemeinsames Feiern. Auf der anderen Seite kommen Meinungsverschiedenheiten ans Licht (Rolle des Judas) und die Frage von Unter-/Überordnung in der Gemeinschaft wird thematisiert (Fußwaschung). – Auch wir leben in Gemeinschaft mit anderen Menschen, wo manches schön und gut, manches auch schwierig und herausfordernd ist.

Gründonnerstag Nacht: Jesus sieht das Bevorstehende kommen. Er hat große Angst. – Auch wir haben manchmal Angst, fühlen uns von einer Aufgabe überfordert.

Karfreitag: Jesus wird verurteilt und gekreuzigt. Er stirbt. – Anfeindungen, Leiden und Tod bleiben letztlich keinem Menschen erspart.

Karsamstag: Jesus liegt im Grab. – Manchmal gibt es Zeiten der Trauer und Leere. Alles Gute scheint gestorben zu sein.

Osternacht: Das Unglaubliche geschieht: Jesus wird vom Tod zu neuem Leben auferweckt. – In der Natur können wir besonders im Frühling sehr eindrucksvoll das Erwachen neuen Lebens beobachten. Manchmal gibt es auch solche Momente in unserem Leben, wo neues Leben entsteht oder wächst, Kräfte zurück kommen, Glück, Freude und große Lebendigkeit erfahrbar sind.

Ostersonntag: Jesus begegnet seinen Vertrauten. – Begegnungen mit dem auferstandenen Jesus können unser Leben zum Positiven verändern.

Das sind nur ein paar Beispiele, wie Karwoche und Ostern mit unserem Leben in Verbindung stehen können. Über allem steht die Botschaft des Höhepunkts der Osternacht: Am Ende siegt das Leben, die Liebe, das Gute!

Ist das nicht eine Botschaft, die Hoffnung macht? In jede noch so unterschiedliche Situation des Lebens hinein kann uns diese Botschaft begleiten. Mir erhellt sie das ganze Leben. Sie hilft mir, auch in schwierigen Situationen durchzuhalten und grundsätzlich optimistisch zu sein.

Was bedeutet Ostern für dich und dein Leben?

Tu, was du kannst!

Perspektiven für die 5. Fastenwoche

Zum Anhören:
Zum Lesen:

Mein 1-jähriges Kind lebt jeden Tag mit großem Vertrauen. Es vertraut darauf, dass es gefüttert wird, dass es gewickelt wird, dass es entsprechend der jeweiligen Temperaturen angezogen und umgezogen wird, dass die größeren Menschen aufpassen, wenn es frisch und munter die Welt entdeckt und sich auch da und dort in Gefahr begibt.

Wann habe ich so ein Vertrauen?, frage ich mich. Mein Leben schaut eigentlich ganz anders aus. Ich mache mir jeden Tag viele Sorgen. Das Versorgen der Kinder ist zwar nicht eine Sorge im engeren Sinn, aber ich kann nicht einfach darauf vertrauen, das die Grundbedürfnisse der Familie von selbst gestillt werden. Man spricht von „Sorge für“. Ich sorge für dich, ich sorge für uns, ich sorge für das Kind, ich sorge für mich, usw. Dazu kommt dann aber auch die „Sorge um“. Da geht es um Sorgen im engeren Sinn. Ich sorge mich um eine gute Zukunft für meine Kinder und für uns alle. Viele Entwicklungen sind momentan durchaus besorgniserregend. Andere sind auch gut. Ich vermute, Sorgen gehören zum Elternsein einfach dazu.

Dabei möchte ich aber etwas lernen von meinem Kind. Das Leben eines Kindes ist schön, wenn es gut umsorgt und versorgt ist. Es braucht sich um nichts zu kümmern und lebt immer in der Gegenwart. Es tut, was es tun kann und ist glücklich damit. Es sorgt sich nicht um das, was es nicht kann. Zumindest nicht in den ersten Lebensjahren. Es probiert einfach und lernt jeden Tag Neues dazu.

Manchmal können Sorgen eine Änderung im Leben bewirken. Die Sorge um die Zerstörung der Umwelt hat bei mir z.B. zu manchen kleinen Änderungen in meinem Lebensstil geführt. Eine Sorge kann also durchaus ein Motor für Veränderung sein. Allerdings tut es uns nicht gut, wenn wir uns zu sehr mit Sorgen beschäftigen, besonders wenn sie Bereiche betreffen, die wir nicht beeinflussen und ändern können.

Ich denke, es ist gut, wenn wir dort handeln oder etwas zum Besseren verändern, wo wir es können. Was außerhalb unseres Einflussbereichs liegt, können wir ruhig vertrauensvoll in andere Hände legen und uns über das freuen, was uns in unserem jeweiligen Lebensbereich gelingt und was wir gut können. So, wie es jedes kleine Kind tut.

Ich frage mich also:

  • Was kann ich tun, verändern oder lernen?
  • Und was ist vielleicht besser anderen oder auch Gott anzuvertrauen und loszulassen?

Im Licht sind viele Farben

Perspektiven für die 4. Fastenwoche

Zum Anhören:
Zum Lesen:

Wenn ich in der Dunkelheit unterwegs bin, sehe ich nicht viel. Wenn es kein Licht gibt, ist alles schwarz. Das ist aber nur selten der Fall. Zumindest ein bisschen Licht ist meistens da, und ist auch notwendig, um überhaupt etwas sehen zu können. Allerdings sehe ich mit wenig Licht nur die verschiedenen Schattierungen zwischen schwarz und weiß.

Wenn ich jedoch bei Tageslicht unterwegs bin, sehe ich viel mehr! Die Welt ist dann nicht mehr nur schwarz-weiß. Viele Farben werden sichtbar. Besonders eindrucksvoll sind sie an einem schönen Sonnentag. Und gerade jetzt, wenn der Frühling kommt, werden wir in der Natur wieder vermehrt bunte Farben sehen.

Im Leben gibt es verschiedene Ähnlichkeiten zu den Erfahrungen mit dem Licht.

Es gibt z.B. Begegnungen, wo ich sozusagen im Dunklen tappe, meine Sicht eingeschränkt ist. Ich sehe oder verstehe vieles nicht, wenn ich jemanden nicht gut oder nur oberflächlich kenne. Wenn ich mich dann mehr mit der Person beschäftige, wird mit der Zeit vieles klarer. Es ist, wie wenn mir „ein Licht aufgeht“ und ein schönes buntes Bild sichtbar wird.

Die derzeitige Pandemie bewirkt immer wieder Meinungsverschiedenheiten zwischen uns Menschen, z.B. dahingehend, ob die Schutzmaßnahmen gut oder schlecht sind bzw. wie man damit umgehen soll. Nicht selten beobachte ich hier Unverständnis, Einseitigkeiten und ein Aneinandervorbeireden. Wenn ich immer nur bei meiner eigenen Perspektive bleibe und alles andere grundsätzlich ablehne, begebe ich mich in eine Dunkelheit, wo ich nur schwarz-weiß oder grau sehe. Wenn ich jedoch versuche, gut zuzuhören und mein Gegenüber zu verstehen, wird mir das eine oder andere Gespräch vielleicht neue Farben zeigen, die ich so vorher noch nicht gesehen habe.

Auch in mir drin kann es auch dunkel und grautönig sein, wenn ich z.B. traurig oder niedergeschlagen bin. Farben kommen ins Leben durch liebevolle Menschen, eindrucksvolle Erlebnisse, hoffnungsvolle Nachrichten, Erfahrungen von Glück und Freude. Wenn wir das erleben, bewegen wir uns im Licht. Zwar gibt es auch im Licht dunkle Farben und auch Schatten, aber die Buntheit macht das Leben doch eigentlich erst richtig reich.

Oder wie siehst du das? Und welche Farben siehst du in deinem Leben? Sowohl physisch bei Dingen, als auch übertragen bei Stimmungen – in dir oder in anderen Menschen?

Ein bewusstes Wahrnehmen kann wie ein großes Licht sein, das viele Farben sichtbar macht.